Das Sozialunternehmertum
Wenn ein sozialunternehmerisches Projekt wirklich gut aufgebaut ist, dann muss man dafür sorgen, dass ein Kunde gleichzeitig das tut, was er beim Kauf einer Dienstleistung tun würde sowie das, was er bei einer Spende an eine Organisation tun würde. Das heißt er kauft etwas, das ihm nützt und gleichzeitig tut er etwas Gutes für die Gesellschaft, was ihm wiederum ein gutes Gewissen macht. Wenn ein Sozialunternehmen gut gemacht ist, kombiniert es diese beiden Aspekte in einer einzigen Aktion.

Die verschiedenen Arten
Ich glaube, es ist wichtig, dass man – wenn man ein Unternehmen gründet – zu wissen, dass man sich im Bereich des Sozialunternhemertums befindet. Es gibt zum Beispiel Organisationen die versuchen, nicht ausschließlich von Spenden abzuhängen. Aber es bleiben Organisationen, die irgendwelche Produkte verkaufen um die Spenden, die sie bekommen, möglichst zu ergänzen. Allerdings sind die Verkäufe aus finanzieller Sicht ganz klar nebensächlich im Vergleich zu den Spenden. Dann gibt es Strukturen wie meine, die hauptsächlich wegen ihrer sozialen Komponente existieren und in denen der wirtschaftliche Teil der Finanzierung des sozialen Ziels dient. Und es gibt Unternehmen, für die der soziale Aspekt ganz klar ein Verkaufsargument ist und die ohne dieses Verkaufsargument nicht bestehen könnten, da es ihre strategische Positionierung ist. Aber es bleibt allen voran trotzdem ein wirtschaftlicher Zweck. Alle diese Projekte sind wichtig. Und ich denke, dass abhängig von seiner Aktivität und vom Sektor in dem man aktiv werden möchten und dem gewünschten sozialen Einfluss, brauch man dieses Spektrum auch.

Ein Unternehmen mit sozialem Einfluss beginnen
In meinem Fall war es das Resultat meiner persönlichen Erfahrungen und Überlegungen und ich habe mir gesagt – und ich bin auch heute noch überzeugt davon – dass dies die Lösung ist! Für mich wird das Gleichgewicht dann gefunden sein, wenn man aufhört „das Gute vom Bösen zu trennen“. Und stattdessen sagt „OK, man kann beides verbinden“ und einer « sauberen » wirtschaftliche Tätigkeit nachgehen. Solange es ein Projekt ist, das eine gewisse Gerechtigkeit verteidigt und das ein bisschen Ordnung in einen Sektor zurückbringt (an den ich glaube)… Und über die Bildung, glaube ich, es ist schwer, nicht daran zu glauben. Ja, davon ausgehend, würde ich mich leicht überzeugen lassen.